MACHER-Geschichte: Im Gespräch mit Max vom Café Schöne Aussicht in Nastätten

EGL • 28. Juni 2024

Nastätten im Rhein-Lahn-Kreis hat eine besondere Attraktion, die nicht nur lokal die Besucher anzieht: das Café Schöne Aussicht in der Römerstraße 51.

mehrere Generationen
eine bewegte Geschichte
große Zukunftspläne

Ich habe die Besitzer – Max und seine Mutter Andrea – kennengelernt, als ich in Nastätten einkaufen war und anschließend einen Kaffee trinken wollte. Das Café hatte an dem Tag eigentlich geschlossen, aber ich bin den Beiden auf dem Parkplatz begegnet und wir kamen ins Gespräch. Wie so oft bei Selbständigen, gab es viele Berührungspunkte. Ich merkte außerdem, dass sie eine längere Geschichte zu erzählen hatten und davon will ich in diesem Abaufsland-MACHER-Beitrag berichten.

Made in Nastätten

Max ist in Nastätten geboren und aufgewachsen.

Mit 18 brach er die Schule ab und suchte einen anderen, eben seinen Weg. Schon immer sportaffin, bewarb er sich um eine Ausbildungsstelle zum Sport- und Fitnesskaufmann.
Es sollte Berlin werden.


Es waren die Begegnungen mit so vielen interessanten und unterschiedlichen Menschen…


Warum Berlin? – Na-ja, beworben hat er sich eigentlich in ganz Deutschland, mit den Berlinern hat es aber gefunkt und, wie der Zufall es so wollte, ein Freund aus Nastätten hatte zu dem Zeitpunkt ein WG-Zimmer in Berlin organisieren können, also wurde es Berlin. Ganze 14 Jahre Berlin.

Nach seiner Ausbildung arbeitete Max in der
Fitnessbranche, aber auch als Flugbegleiter und in der Gastronomie. 


Er erzählt: „Die Begegnungen mit so vielen interessanten und unterschiedlichen Menschen während meiner Zeit dort, diese Begegnungen sind so wertvoll. Wäre ich damals nicht weggegangen, wäre ich nicht der Max, der ich heute bin.“

Erstens kommt es anders zweitens als man denkt...

Eigentlich sollte es damals, in 2022, nur ein kurzer Besuch bei seiner Mutter in Nastätten werden. Danach waren neue Abenteuer geplant. Max wollte nach Mallorca gehen und dort ein Geschäft aufbauen. Aber manchmal hat das Leben eigene Pläne. Er ist in Nastätten geblieben, die Familie und das familiengeführte Café brauchten ihn und er brauchte sie.

Ein fünf Generationen Vermächtnis

Während ich an meinem Cappuccino schlürfe und Max zuhöre, staune ich über die vielen Fotos und Bilder an der Wand hinter ihm. Sie dokumentieren die lange Geschichte des Hauses und der Familie Rück, genauer gesagt, die Geschichte der fünf Generationen dieser Konditoren-Familie.

Die Chronik sagt: „Im Jahr 1859 erwarb dann Andreas Rück vom Herzogtum Nassau das Haus, in dem sich heute die Gastwirtschaft befindet.“

Ja, Generationen kamen und gingen, auch für die Familie ging es rauf und runter, das Lokal „Schöne Aussicht“ aber, in einer oder anderen Form, blieb. Es war mal eine Gastwirtschaft, eine Bäckerei, ein Café, eine Pizzeria, wieder eine Gastwirtschaft und nun wieder ein Café.

Tradition trifft Moderne

Max und Andrea führen das Café mit einer Mischung aus Tradition und modernem Flair.

Andrea, eine erfahrene Konditorin, die ihr Handwerk in den renommierten Cafés von Wiesbaden gelernt und unter Beweis gestellt hat (Café Walz, Café Maldander), bringt die klassische Backkunst auf den Tisch.

Max hingegen, der nach 14 Jahren in Berlin wieder nach Nastätten zurückkehrte, hat frischen Wind, neue Konzepte und Rezepte mitgebracht.

Diese Kombination aus Alt und Neu ist jetzt schon zu spüren – neben den klassischen Torten und Kuchen, findet man hier die köstlichen Zimtschnecken mit Frischkäse-Topping (meine persönliche Empfehlung!) bis hin zu den hausgemachten Cookies à la American Style. Der Kaffee aus der neuen Siebträgermaschine schmeckt.

traditionelle Torten und Kuchen treffen
pfiffige Cookies, Cinnamon Buns (Zimtrollen), Waffeln und Frühstück-Etageren

Das reichhaltige, abwechslungsreiche Frühstücksbuffet vom Café Schöne Aussicht wird in der Region immer bekannter und beliebter. Auch im Angebot sind frisch zubereitete Catering-Platten für die speziellen Anlässe zu Hause oder im Office.


Max erzählt mir, dass das neue Angebot des Cafés gut angenommen wird. „Ich möchte das Traditionelle mit dem Neuen kombinieren“, sagt er. „Bei uns gibt es nach wie vor den klassischen Kuchen für die, die ihn schon immer bei uns im Café bekommen haben. Für die neue Generation gibt es die Zimtrolle :) “


Max will nicht zu viel verraten, aber auch die Gasträume des Cafés sollen bald einen Makeover bekommen. Ein neuer Stil mit frischen Farben soll her.

Let's get the word out!

Das Café Schöne Aussicht ist in den Sozialen Medien präsent. Max sorgt dafür.

Instagram: @cafeschoeneaussicht 
Facebook-Gruppe: Café Schöne Aussicht Nastätten

Er erzählt: „Wir haben mittlerweile eine richtig tolle Online-Community. Jetzt haben wir auch eine WhatsApp-Gruppe ins Leben gerufen, in der wir über Aktuelles informieren. Es wird gut angenommen und macht Spaß.



Unsere Kunden kommen überwiegend aus der Region, aber auch Besucher aus Koblenz und anderen Städten finden ihren Weg nach Nastätten, oft in Kombination mit einem Wanderausflug ins Blaue Ländchen.“

Selbständig auf dem Land - der MACHER-Tipp

Wir reden noch eine Weile über den Geschäftsaufbau, die Freuden und Herausforderungen der Selbständigkeit und nicht zuletzt über Ängste, die man als Selbständiger hat. Aber vor allem reden wir von Mut. Mut positiv zu sein und seine Träume zu träumen, daraus Ziele und Pläne zu schmieden und an der Verwirklichung dieser Ziele zu arbeiten.

Von Träumen und Visionen zu Zielen und Plänen – und dann, einfach machen!

Zum Schluss frage ich Max, welchen Rat er anderen Selbständigen oder denen, die es werden wollen, mitgeben würde. Seine Antwort: „Einfach machen. Trotz der Angst, den Schritt gehen. An sich glauben. Und dann unbedingt authentisch sein. Authentisch sein ist wichtig in allem, was man macht. Das ist echt und Menschen merken und würdigen es, privat wie geschäftlich.“


Ein Besuch im Café Schöne Aussicht ist ein Muss für jeden, der Nastätten besucht. Es ist mehr als ein Café – es ist ein Treffpunkt, ein Ort, an dem man die herzliche Gastfreundschaft spürt, die köstlichen Backwaren genießt und gleichzeitig echte Abaufsland-MACHER unterstützt.

von EGL 24. April 2024
Wir stellen regelmäßig fest, dass unsere Rechnungen , sowohl an der Zapfsäule als auch im Restaurant, auf dem Land günstiger ausfallen, als in der Stadt . Ich den meisten Geschäften des alltäglichen Bedarfs scheint es keinen nennenswerten Unterschied zu machen. Eine bundesweite Studie kam zum Ergebnis, dass die Lebenshaltungskosten in den ländlichen Regionen niedriger ausfallen, als in den Städten. Wir beschäftigen uns mit dem Thema tatsächlich schon etwas länger und können für uns mit Sicherheit sagen – wir leben in unserer ländlichen Region günstiger, als wir es in der Stadt getan haben. Aber nehmen Sie nicht bloß unser Wort dafür. Das Institut der deutschen Wirtschaft und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) führte eine bundesweite Studie durch und kam zum Ergebnis, dass die Lebenshaltungskosten in den ländlichen Kreisen niedriger sind, als in den städtischen Kreisen und ganz besonders in den Großstädten. Die Daten ergaben sich aus einer Analyse von 400 Kreisen und Städten in ganz Deutschland. Die Studie wurde im Herbst 2023 veröffentlicht.
von EGL 8. Februar 2024
Wir heißen Sie herzlich willkommen auf dem Abaufsland-Blog!